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Stunden aus der Natur

Die letzten Wochen habe ich gelernt all’ das zu genießen, was um mich herum ist. Der Regen ist dabei mein Lehrer gewesen.

Eines Abends wurde ich wach und dachte an die Decken im Tipi, die nass werden könnten. Ich schlüpfte barfuß in meine Gummistiefel und lief im Dunkeln zum Tipi. Im Dunkeln waren die Wassertropfen auf den Blättern des Haselnussstrauches und in der Regentonne besonders laut. Es klang für mich wie ein besonderes Musikstück. Auf einmal wusste ich das Wasser wieder
zu schätzen. Ich lauschte den Tropfen, die auf den Nussbaum und auf das Dach des Zigeunerwagens fielen. Je näher ich dem Tipi kam, umso besser konnte ich das Trommeln des Regens auf dem Zelttuch hören. Im Tipi schlüpfte ich aus meinen Stiefeln und fühlte die warmen und weichen Decken unter meinen Füssen. Es war märchenhaft schön mit den Lämpchen, die auf einer der

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Solarplatten brannte. Ich tastete mit meinen Füssen das Tipi ab, spürte die verschiedenen Strukturen der Decken. Und… einzig eine nasse Decke. In meine Meditationsdecken gehüllt, habe ich die schöne Atmosphäre mit dem herrlichen Klopfen der Regentropfen auf dem Tipi noch etwas genossen. Dann bin ich barfuß zurück ins Haus gelaufen. Das nasse Gras fühlte sich an einigen Stellen warm an. Meine Füße kribbelten stark, nachdem ich sie wieder abgetrocknet hatte.

Am nächsten Morgen dachte ich noch einmal über das Geschehen nach. Weiter dachte ich über all die Dinge nach, die mich in letzter Zeit unzufrieden gestimmt hatten, wie z.B. zu wenig Zeit für bestimmte Dinge, zu viel Regen, die vielen Schnecken, … Und als ich weiter darüber nachgedacht habe, ist mir auf einmal aufgefallen, dass all diese Punkte mit meiner Einstellung zusammenhingen. Durch das Im-Hier-und-Jetzt-Sein habe ich den Regen ganz anders wahrgenommen, dann in dem Moment, in dem ich mit den Hunden spazieren gegangen bin mit dem Gedanken, wie viel mehr Arbeit mich das Ganze später kosten wird.

Ich habe wieder Zeit für alles, was in diesem Moment wichtig ist. Und den Schnecken gönne ich nun auch die Himbeeren und den Salat. Ich habe genug an natürlich wachsenden Pflanzen hier auf Hierland, wie z.b. Breitwegerich, Melde, Fetthenne, etc. Und dann kann ich mein Essen auch noch mit Blumen verschönern. Ich habe übrigens gelernt, dass Schnecken keine Ringelblumen mögen. Das heißt, dass Hierland ab folgendem Jahr Orange strahlt.

Auf Instagramm verwende ich nun aktiv den Hashtag #dankbaar (dankbar). So bleibt das schöne Gefühl weiterhin haften. Machen Sie mit? Folgen Sie mir auf Instagram und ich folge Ihnen auch. Die Fotos können Sie übrigens auch auf Facebook und Twitter sehen.

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